Winnenden, 24.11.2017. Der AfD-Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Waiblingen, Jürgen Braun, sprach ein Grußwort bei der diesjärhigen Einbürgerungsfeier des Rems-Murr-Kreises in Winnenden.

Landrat Dr. Richard Sigel begrüßte die zahlreichen Anwesenden und beglückwünschte die Neubürger mit einem ironischen Seitenblick auf das aktuelle politische Geschehen in Berlin dazu, womöglich schon bald von ihrem neu erworbenen Wahlrecht Gebrauch machen zu können. Zwischen musikalischen und komödiantischen Einlagen sprachen danach der CDU-Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer und sein AfD-Kollege Jürgen Braun jeweils ein kurzes Grußwort.

CDU-Berufspolitiker Pfeiffer nutzte seine Redezeit zu einer Ablehnung von Volksentscheiden auf allen Ebenen. Das nahm bisweilen bemerkenswerte Züge an, etwa als er wörtlich erklärte, er „halte nichts von allen Formen direkter Demokratie“ und sei daher auch gegen eine „Vermischung“ beider Regierungsformen.

AfD-Mann Jürgen Braun erklärte in seinem Grußwort, dass die Einbürgerung „typischerweise ein langer Prozess“ sei, in dessen Verlauf man sich entschließe, „in einem Gastland nicht nur zu leben, sondern auch Bürger des Landes zu werden“. An die Adresse der von mehreren Kontinenten stammenden Neubürger sagte er: „Sie gehören zu einer kleinen besonders engagierten Minderheit, die sich bewusst entschieden hat, Deutsche zu werden.“ Auf diesen langjährigen Einsatz könnten sie stolz sein.

Damit einher gingen überall auf der Welt nicht nur Bürgerrechte, sondern auch Bürgerpflichten, so Braun, der auch Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion ist. Mit Verweis auf eine Studie, die zur Landtagswahl 2016 bei 34 Prozent der Freiburger AfD-Wähler einen Migrationshintergrund festgestellt hat, erklärte er, „dass nicht nur die Integration, sondern die Assimilation“ das Ziel eines gelungenen Einbürgerungsprozesses sein müsse. Die doppelte Staatsbürgerschaft werde in diesem Zusammenhang von der AfD abgelehnt: „Es ist für uns klar in unserer politischen Auffassung, dass die Staatsangehörigkeit nicht in kleiner Münze einfach sofort ausgestreut wird“, sondern dass dafür dauerhaft etwas geleistet werden müsse, so Braun abschließend.