Waiblingen, 26.06.2018. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Jürgen Braun (Wahlkreis Waiblingen) reagiert mit Belustigung auf die Äußerungen des FDP-Landtagsabgeordneten Jochen Haußmann (Wahlkreis Schorndorf) und seiner CDU-Kollegin Nicole Razavi (Wahlkreis Geislingen). Beide sprachen sich letzte Woche gegen den weiteren Ausbau der Windkraftanlagen in der Region aus.

„Ich begrüße ausdrücklich, dass sich die hiesigen Vertreter von Union und FDP der weiteren Verspargelung der schönen Landschaft auf dem Schurwald wenigstens in Teilen widersetzen“, erklärt Braun, der in Berlin als Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion fungiert. Nachdem zuletzt der Windkraftstandort WN-35 Kaiserstraße (Schorndorf) vom Landratsamt des Rems-Murr-Kreises faktisch gestrichen wurde, zeige sich vorliegend einmal mehr, dass die 2011 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion nach dem Tsunami in Japan von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Unterstützung der FDP durchgepeitschte Energiewende in der angestrebten Form nicht umsetzbar sei.

„Zur Wahrheit gehört aber auch, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG von Union und FDP beibehalten wurde. Wenn also heute die Verspargelung unserer Landschaft voranschreitet und Menschen und Tiere gleichermaßen unter immer mehr Windrädern zu leiden haben, dann ist das auch das zweifelhafte Verdienst der Berliner Parteifreunde von Haußmann und Razavi“, erinnert der AfD-Abgeordnete. Und auch in der Landesregierung erwecke die CDU nicht den Eindruck, dem „Windradwahn“ der Grünen etwas entgegensetzen zu wollen. Es obliege einer wachsamen Bürgerschaft, diese „Vergesslichkeit“ von CDU- und FDP-Politikern in Sachen Windkraft nicht durchgehen zu lassen. „Die AfD fordert in ihrem Grundsatzprogramm, Windenergieanlagen nur noch ausnahmsweise an Standorten zuzulassen, an denen keine Beeinträchtigungen für Menschen, Tiere oder das Landschaftsbild zu erwarten sind. Außerdem befürworten wir Bürgerentscheide durch die vor Ort betroffene Bevölkerung. Wäre diese Haltung schon Regierungspolitik, hätte sich die Region eine Menge Ärger erspart“, so Braun abschließend.